TrinkWasserschutz durch Ökologischen Landbau
Für einen Wasserversorger hat Ökologischer Landbau in Wasserschutzgebieten folgende Vorteile:
• Maßnahmeneffizienz
Ökologischer Landbau hat nachweislich eine hohe Effizienz hinsichtlich Vorsorge und Sanierung von mit Nitrat, Phosphat, Pflanzenschutzmittel- und weiteren Schadstoffrückständen belasteten Gewässern.
• Kosteneffizienz
Außer einer wünschenswerten zusätzlichen Anreizzahlung/Anschubunterstützung zur Abpufferung von Umstellungsrisiken ist eine "Dauerfinanzierung" nicht erforderlich.
• Kontrollierbarkeit
Ökobetriebe werden mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EU-Öko-Verordnung von staatlich überwachten und unabhängigen Kontrollstellen inspiziert und zertifiziert. Eigene vor Ort Kontrollen sind nicht nötig.
• Sanktionsfähigkeit
Ein Verstoß gegen die Gesetze und Richtlinien des Ökologischen Landbaus hat den Verlust der Kennzeichnung der Erzeugnisse zur Folge. Grobe und vorsätzliche Verstöße können für den verantwortlichen Betriebsleiter Zwangs- und Strafmassnahmen zur Folge haben.
• Kooperation
Statt einer Stilllegung von Flächen auf kritischen und sensiblen Standorten ist eine echte Kooperation mit der Landwirtschaft zum beiderseitigen Vorteil möglich (Win-win-Situation).
• Schutzdauer
Der Gewässerschutz durch Ökologischen Landbau ist nachhaltig und dauerhaft gesichert. Pionierbetriebe wirtschaften seit mittlerweile über 60 Jahre ökologisch.
• Begleiteffekt Naturhaushalt
Vielfältiger Schutz des Naturhaushaltes und der natürlichen Ressourcen wird gewährleistet. Ökologischer Landbau erfüllt weitestgehend die Anforderungen einer wirklich nachhaltigen und umweltverträglichen Landbewirtschaftung.
• Image - Wertsteigerung
Die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser geht konform mit der hohen Produkt- und Prozessqualität im Ökologischen Landbau. Wasserversorger steigern mit dem positiven Image des Ökologischen Landbaus die Wahrnehmung und Wertschätzung des eigenen Unternehmens.
Für mehr Informationen siehe Publikationsdownload Gewässerschutz.
Für einen Wasserversorger kann folgende Ausgangslage und Vorgehensweise sinnvoll sein:
Vorsorge Trendumkehr Sanierung | Lösung: Ökologischer Landbau | |||
Mangelnder Vollzug des Ordnungsrechts und erschöpfende Diskussionen über die Maßnahmeneffizienz der Kooperation mit konventionellen Landwirten im Wasserschutzgebiet? | Staatlich zugelassene Kontrollstellen zertifizieren mindestens einmal jährlich die Einhaltung der EU-Verordnung Ökologischer Landbau - ein sicheres Konzept! | |||
| Landwirtschaft <--> Wasserwirtschaft | Lösung: Wasserschutzgebietskonzept | |||
Wasserversorger und Landwirte haben unterschiedliche Zielrichtungen und Sichtweisen im Wasserschutzgebiet. Dies führt oft zu Spannungen. Unabhängiger und fachkompetenter Interessenausgleich fehlt. | Auf Basis einer fundierten Analyse werden angepaßt an den Standort Vorgaben für die Landwirtschaft im Wasserschutzgebiet ausgearbeitet: Bewirtschaftungs-Ziele/-Pläne, Maßnahmenprogramme & Erfolgskontrolle. | |||
| Landwirt: Risiko der Umstellung | Lösung: Beratung & Flächen | |||
Hof und Vermarktung müssen bei einer Umstellung Ökologischer Landbau neu organisiert werden. Das Risiko während der Umstellung läßt Betriebe die Chance nur zögernd ergreifen. Neue Kontakte und Wege des Betriebsmittelzukaufs und des Absatzes der Erzeugnisse sind zu gestalten. | Unabhängige Spezialberatung in Wasserschutz- | |||
| Ökologischer Landbau optimal | Lösung: Schwachstellenanalyse | |||
Betriebe Ökologischer Landbau sind trotz systembedingter Vorteile oft speziell für den Wasserschutz weiter zu optimieren, u.a. beim Anbau von Leguminosen, Hackfrüchten und Feldgemüse sowie Dungeinsatz und Unkrautkontrolle durch Herbst-brache. | Wissenschaftliche Erkenntnisse verbunden mit Schwachstellen-Analyse und Spezialberatung z.B. zum Stickstoffmanagement schaffen die Vorraussetzung für klare Handlungsempfehlungen, Absprachen und effizienter Wasserschutz in Ihrem Wasserschutzgebiet. Copyright © 2005 - 2008 - AgrarIngenieurbüro Dr. habil. Guido Haas |